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 Seros Spiegelscherben

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Serotonin

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BeitragThema: Seros Spiegelscherben   So Apr 03, 2011 8:53 am





Name: Hesna
Alter: 37
Rasse: Vogelmensch
Größe: 1,99m
Gewicht: 105kg
Beruf: Assassine


Aussehen: Als Halbwesen ist Hesna eine Mischung aus Mensch und Bussard. Dabei ist er nur durch seinen Körperbau als ersteres zu erkennen. Ansonsten ist er durchweg gefiedert und hat scharfe Klauen anstatt Händen und Füßen. Er ist sehr groß, dafür aber vergleichsweise schmal und nicht besonders muskulös. Trotzdem ist er einem normalen Menschen an Körperkraft weit überlegen. Seine Federn sind dunkel, fast schwarz und weisen keine Musterung auf. Ein scharfer Schnabel und stechend grüne Augen zieren sein Gesicht, das meist zu einem großen Teil unter einem Hut im Schatten verschwindet, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Auch sonst hält er sich mit seiner Kleidung eher bedeckt. Er trägt nur schwarz, ein Wams und weite Beinkleider. Quasi unter jeder freien Fläche verbirgt er versteckte Klingen, geschwärzt und absolut tödlich.
Seine Gestalt ist alles in allem sehr bedrohlich, er überragt die meisten anderen Wesen um ein Vielfaches und auch sonst strahlt er eine solche Härte aus, dass die Menschen ihm von vorneherein aus dem Weg gehen. Aber Hesna zeigt sich sowieso nur sehr selten in der Öffentlichkeit.

Charakter: Hesna ist ein sehr ruhiger Zeitgenosse, der selten viel Aufheben um irgendetwas macht. Er ist unkompliziert und legt es nicht auf Ärger an, doch ist er auch niemand, der blind folgt. Generell ist er mehr ein Einzelgänger und umgibt sich nicht gern mit Leuten, in einer Gruppe zu reisen käme für ihn eigentlich nicht in Frage. Trotzdem ist er nicht abweisend seinen Mitmenschen gegenüber, geht allerdings lieber auf Distanz. Er ist recht wortkarg und spricht nie viel, besonders über sich selbst verliert er kaum ein Wort. Er lässt seine eigene Vergangenheit lieber im Hintergrund.
Man könnte ihn wohl als kernig bezeichnen, im Grunde seines Herzens ist er sehr ehrlich und hat auch strikte Wert- und Moralvorstellungen, doch das Leben meinte es nie ganz gut mit ihm, weshalb er zu Dingen gezwungen wurde, die eigentlich nicht zu seiner Art passen. Doch er hat sich damit abgefunden und beschwert sich nicht über die Umstände, wie sie jetzt sind. Er mordet nicht gerne und ist ein Krimineller, aber anders würde ein Wesen wie er wohl nicht über die Runden kommen. Sein Leben war schon immer geprägt von dem Misstrauen ihm gegenüber, und so hat er auch selbst gelernt, niemandem zu vertrauen.
Wenn man ihm zum ersten Mal begegnet, würde man ihn sicher schnell als kalt, emotionslos oder gar zynisch beschreiben, aber bei ihm gilt wohl das alte Sprichwort: Harte Schale, weicher Kern. Hesna ist kein schlechtes Wesen, er hat nur ein wenig seine Ziele aus den Augen verloren. Im Grunde kann man sich auf ihn verlassen, und ihn als kühlen Kopf und Taktiker in der Gruppe zu haben ist sicher nicht verkehrt.

Hintergrund: Über seine Vergangenheit bewahrt Hesna meist eisernes Stillschweigen.Es missfällt ihm, darüber zu reden, vor allem, da ein Haufen Morde zu seiner Vergangenheit zählen. Für die meisten schämt er sich nicht besonders, da er sie aufgrund seines Berufes ausgeführt hat. Nur ein einziger Mord macht ihm wirklich zu schaffen, so sehr, dass er ihn weit verdrängt hat und sich hütet, sich daran zu erinnern.
Da er schon früh die Eltern verlor, blieb ihm nur eine einzige Person in seinem Leben und das war sein Bruder. Das Leben als Mischwesen ist nicht besonders einfach und so mussten die beiden oft vom einem Ort zum nächsten ziehen und sich außerdem ohne Kompromisse auf den anderen verlassen können. Gerade für Hesna als dem Jüngeren, hatte ihn der Hass und das Leid, das er in der Vergangenheit erfahren hatte, schwer gezeichnet, und die Umstände, mit denen sie konfrontiert wurden, war alles andere als rosig. Mit ehrlicher Arbeit ließ sich für die beiden Brüder kaum etwas bewirken und sie lebten eine lange Zeit am Existenzminimum. Hesna sah die einzige Möglichkeit, ihnen bessere Lebensumstände zu ermöglichen darin, sich auf die dunkle Seite des Gesetzes zu begeben. Er begann mit kleinen Diebstählen, konnte seinem Bruder noch eine Weile vorlügen, er hätte Almosen erhalten, bis Darian schließlich herausfand, was Hesna trieb. Keineswegs einverstanden mit diesem Lebensweg, wollte er es dem Jüngeren wieder austreiben, doch durch diesen Streit entfremdeten sich die beiden immer mehr. Alles gute Zureden des durchaus ehrlichen Bruders brachte nichts, Hesna wollte so nicht weiterleben.
Schließlich eskalierte ein Streit so sehr, dass Hesna im Handgemenge seinen eigenen Bruder mit dem mitgebrachten Dolch erstach. Es war kein Mord, es geschah ohne Absicht, aber dennoch brach es das Halbwesen für den Rest seines Lebens und er konnte sich diese Tat nie verzeihen. Nun völlig ohne den moralischen Rückhalt seines Bruders stürzte er sich immer weiter in die Welt der Kriminellen und stieg langsam aber sicher zu einem sehr erfolgreichen Assassinen auf, ein Beruf, der in dieser Welt mehr Prestige hatte, als ein gewöhnlicher Taschendieb. Die Spuren seiner Gräueltat sind allerdings noch bis in die Gegenwart allgegenwärtig, auch, wenn er mittlerweile das erfolgreiche Oberhaupt einer ganzen Gilde geworden ist. Letztendlich weiß er immer, dass es nicht der Weg ist, den sein Bruder für ihn gewollt hätte.
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Serotonin

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BeitragThema: Re: Seros Spiegelscherben   Sa Apr 23, 2011 3:58 pm



Vorname: Damian
Nachname: Sagé
Alter: unbekannt (äußerlich wie ungefähr Mitte 30)
Größe: 1, 84m
Gewicht: 91kg
Rasse: Nachtwanderer
Klasse: Schattenmagier

Aussehen: „Ich weiß genau, wie man in den Schatten unsichtbar wird. Ich bin der Schatten in deinem Augenwinkel, wenn du dich des Nachts nicht schnell genug umgedreht hast. Ich bin der Schemen unter der Wasseroberfläche, der mit einem scharfen Flossenschlag wieder verschwunden ist, bevor du ihn packen konntest. Ich bin das Knacken eines Zweiges und schweres Atmen in der Leere, wenn du des Nachts allein unterwegs bist. Ich bin deine Angst vor der Nacht.
Aber natürlich bin ich nicht körperlos, natürlich bin ich mehr. Auf den ersten Blick mag ich aussehen wie einer von euch. Nur ein stattlicher Mann, das Gesicht verborgen im Schatten seiner Kapuze. Vielleicht ein Reisender. Vielleicht kommt er weit aus dem Norden, wo die Sonne selten scheint. Seine Haut ist bestimmt deshalb so blass. Ich kann hören, wie ihr euch einreden wollt, ich wäre nicht real, nur ein bißchen ungewöhnlich, nur ein Schreckgespenst, das man schnell wieder vergisst. Meine Haut ist nicht kalkig wie die eines Kranken, sie schimmert wie Perlmutt und ist hart wie Marmor. Und doch ist sie zerbrechlich wie Glas. Wollt ihr mein Gesicht sehen? Soll ich die Kapuze für euch heben, nur ein kleines Stück? Ihr werdet kaum überrascht oder erschreckt sein. Was hattet ihr erwartet, das Zähneblitzen eines Untiers? Nein, ihr werdet nur ein Paar grüne Augen sehen, das euch durchdringend anstarrt. Smaragdgrün und tief wie das Meer. Eine Ruhe geht davon aus, die euch für einen Moment alle Sorgen vergessen lässt. Aber wenn ihr genauer hinseht, bis auf den Grund, dann werdet ihr etwas sehen, das euch beunruhigt. Eine alte Entität, die ihr am liebsten nie kennen gelernt hättet. Hinter solchen Augen lauern scharfe Klauen und Reißzähne. Ich? Nein, ich bin kein Tier, keine wilde Bestie. Vielleicht mag euch meine gespaltene Zunge auf den falschen Weg führen. Oder meine Nase, lang und flach wie die einer Raubkatze. Aber glaubt mir, damit rieche ich nicht besser als ihr. Das brauche ich gar nicht. Eure Angst rieche ich auch so. Die Tätowierungen beachtet ihr am besten gar nicht so genau. Sie sind nur okkulter Humbug und für euch ergeben sie doch keinen Sinn. Bewundert lieber diese pechschwarzen Haare, zart wie Spinnenseide. Wie lang sie mir über den Rücken fallen, dabei bin ich doch eigentlich ein Mann. Aber ich binde sie mir zurück, ordentlich zu einem langen Zopf. Ich bin doch kein Barbar. Seht meine Kleidung, sie ist fein wie die eines Adligen. Und dass ich ein Krieger bin seht ihr an den vielen Rüstungsteilen aus schwerem Metall. Welch grandiose Beobachter ihr doch seid.
Alle reden sich doch nur ein gutes Gewissen ein, wenn sie mit mir verkehren. Sie wollen nur das sehen, was sie auch für möglich halten. Der Rest wird einfach ausgeblendet. So kann ich für das ungeübte, leichtgläubige Auge ein ganzes Leben lang als ein Mensch durchgehen. Merkwürdig und fremdartig, aber doch nicht unmenschlich. Und doch werdet ihr immer mit einem unguten Gefühl von dannen gehen. Ihr werdet euch noch eine Weile lang fragen, ob es Hunger war, den ihr hinter meinen Augen gesehen habt. Aber bestimmt glaubt ihr, ihr hättet euch nur geirrt und vergesst mich nach ein paar Tagen wieder.
Glaubt mir, ich werde euch nicht so schnell vergessen….“

Charakter: „Ich bin alt, aber macht mich das auch weise? Zu mindestens gibt es mir eine gewisse Schläue, denn ohne die hätte ich all die Ewigkeiten nicht überlebt. Viele würden mich als arrogant bezeichnen, doch ich weiß sehr wohl, wo meine Grenzen liegen. Sowohl nach oben als auch nach unten. Ich bin nicht bereit, mich mit lauter Abschaum zu umgeben, generell umgebe ich mich nicht gerne mit anderen Wesen. Ich bin ein Einzelgänger, denn nur auf mich kann ich mich wirklich verlassen. Was, wenn man mich einfach hintergeht? Oder wenn mein Gefährt zu schwach ist und mich das letztendlich in Gefahr bringt? Solchen Risiken setze ich mich gar nicht erst aus. Wenn ich jemanden an meine Seite lasse, dann nur jemanden, der mir ebenbürtig ist. Der es mit meiner Stärke aufnehmen kann. Sicherlich niemand, der mich übertrifft. Denn nie kann ich mir sicher sein, dass mir dieser jemand nicht doch in den Rücken fällt. Deshalb bleibe ich lieber alleine in den Schatten. All meine Pläne kann ich auch ganz alleine schmieden. Und wenn ich Hilfe brauche, ist immer irgendjemand zur Stelle. Irgendwer lässt sich immer in Versprechungen ersticken. Aber mein Vorteil ist zugleich euer Nachteil, deshalb kann man mir nicht trauen. Aber das vergesst ihr lieber. Ganz schnell. Denn nützen wird es euch eh nichts, solltet ihr einmal auf mich treffen. Glaubt mir, ich finde etwas, das ich gegen euch ausspielen kann, denn ich kenne eure Ängste. Niemand ist frei von Angst, auch nicht ich. Ihr seht ja, wie misstrauisch ich bin. Und wer hat keine Angst vor einem Messer in seinem Rücken? Nur, weil dieses Leben mich langsam ermüdet, bin ich noch lange nicht bereit, es zu verlassen.
Ich bin nicht weise, aber ich weiß eine Menge. Nicht genug, man kann nie genug wissen, und mir fehlt die Zeit und die Lust, alles zu lernen. Diese Welt fängt an, mich zu ermüden. Ich habe lange genug vom Leid dieser Welt gelebt. Ich habe in vielen Kriegen gekämpft, denn der Krieg ist die Brutstätte jener schlechten, kranken Gefühle, die mich wachsen lassen. Gebt mir all eure Angst, eure Wut, euren Hass. Eure Verzweiflung und eure Hoffnungslosigkeit atme ich ein wie andere den Sauerstoff. Ihr glaubt, ihr könntet mich so leicht loswerden? Entzündet ein Licht und ihr werdet sehen, dass die Schatten nur noch länger werden. Und ich kann warten. Ehrlich gesagt, ich habe alle Zeit der Welt, irgendwann werdet ihr mein Grinsen wiedersehen.
Ich bin kein Engel, ich bin kein Gutmensch, ich bin kein Gott. Erwartet von mir weder Mitleid oder Barmherzigkeit. All das macht euch nur schwach, das kann ich euch garantieren. Ich habe von dem Gift getrunken, das ihr Liebe nennt. Letztlich ist das alles nur Betrug. Ich lebe allein viel besser. Ich musste hart werden, hart und kalt, aber so werdet ihr euch wenigstens an mir die Zähne ausbeißen. Ich bin nicht unverwundbar, aber bevor ihr nicht etwas mit einer scharfen Schneide in der Hand haltet, braucht ihr es gar nicht zu versuchen. Harte Schale, weicher Kern? Das ist ein Sprichwort für Leute, die an das Gute im Menschen glauben wollen. Aber ich bin kein Mensch, also legt mir nicht eure Regeln an. Ich werde immer da sein, wo Angst ist. Und niemand ist frei von Angst.“

Waffen/Fähigkeiten: „Ich brauche nicht viel zum Kämpfen. Ich habe meine Magie, eine alte Magie, die mir die Schatten zu Füßen legt. Überall sind Schatten. Nachts wird die Welt in ihnen ertränkt und tagsüber lauern sie hinter dem Licht. Und selbst in all den Wesen sind sie. Jeder trägt Dunkelheit im Herzen. Und wenn ihr schwach seid, angreifbar und verletzlich, dann kann ich eure Angst und eure Verzweiflung wachsen lassen. Dann tanzt ihr wie Marionetten an meinen Fäden, denn das Puppenspiel beherrsche ich schon lange. Ich bin nicht übermächtig, kein Wesen, das alles beherrscht, doch es reichte bis jetzt, um in der Welt zu überleben. Eine scharfe Zunge kann tausendmal nützlich sein als jedes Schwert. Trotzdem trage ich eines bei mir. Denn wie gesagt: Ich bin misstrauisch und will kein Messer im Rücken. Ich bin derjenige, der nachts aus den Schatten auftaucht und ohne einen Kampf wieder verschwindet, nur eine Leiche zurücklassend. Ich kenne meine eigenen Tricks. Zeigt mir, wie stark ihr seid, fordert mich heraus. Kreuzt mit mir die Klinge, denn ich liebe Wut und Zorn. Die ganze Welt ist ein einziges Puppentheater, also lasst mich ein wenig an den Fäden ziehen. Lasst mich euch in Schatten ertränken, denn dort liegt meine Macht.
Denkt ihr, ihr könnt mich mit einem Strahl der Sonne in Staub verwandeln? Glaubt ihr, ich krümme mich wimmernd vor dem Licht? Es bringt mich nicht um, ich bin kein Schatten, sondern lebe nur von ihnen. Und wie könnte ich nur des nachts mein Spiel spielen? Menschen sind tagaktiv, und niemand lässt sich so leicht manipulieren, wenn man ihm nur ein wenig Macht verspricht. Für mich sieht die Nacht beinahe aus wie der Tag, denn meine Augen sind scharf auch in der Tintenschwärze, und doch fühle ich, wie meine Kräfte in der Dunkelheit wachsen. Meine Sinne sind geschärft, denn man kann sich nicht nur auf seine Augen verlassen. Ich sorge vor. Wenn du ein Rascheln in den Schatten hörst….
….dreh dich lieber nicht um.“

Geschichte: „Meine Geschichte ist die Geschichte meines Volkes. Wie lange gibt es schon die Angst? Eine Angst, die in jedem Kopf verankert ist, Angst vor der Dunkelheit, Angst vor der eigenen Wildheit der Natur. Man hat vieles gezähmt, doch nicht die Urangst in sich selbst. Sie lässt uns allein im Dunkeln nach Feuer suchen, sie lässt uns Gefahren erkennen, tiefe Wälder meiden….Was rede ich von uns? Ich bin ein Teil dieser Angst. Mein Volk lebt von dieser Angst, die besonders nachts so stark ist wie nie zuvor. Wir waren irgendwann….einfach da. Man wollte uns vertreiben, dabei haben wir nie jemandem Leid angetan. Warum sein eigenes Feld niederbrennen? Wir verstehen uns gut darauf, zu verschwinden, uns anzupassen. Wir sind nicht nostalgisch oder halten an Traditionen fest. Ich gehöre sicherlich zu den Ältesten meiner Rasse, doch irgendwann zog ich alleine los. Wie soll ich lernen, wenn ich immer nur von den gleichen Wesen umgeben bin? Außerdem ziehe ich keine Gesellschaft vor. Meine Geschichte ist zu lang, um euch alles zu erzählen. Sie ist voller Kriege, denn im Krieg gibt es all die Emotionen, von denen ich lebe, die ich liebe. Den ein oder anderen Krieg habe ich angespornt, doch ich blieb nie bis zum Ende. Denn Krieg hat kein Ende, egal, was die Leute sagen mögen. Die einzigen, die das Ende des Krieges erleben, sind die Gefallenen. Ich blieb im Hintergrund, zog die Fäden, doch zeigte mich nie offen. Menschen waren ein Phänomen, das es auf ihrem schweren Weg zu beobachten galt. Sie waren allenfalls interessant, aber nichts, woran man Anteil nahm.
Bis ich Liebe kennen lernte. Sie war Gift, und ich kann froh sein, dass alles, was aus diesem Fehlschlag erwachsen ist, ein gesundes Misstrauen war. Dass es mich nicht ganz und gar zerschlug, als diese zarte Blume, für die ich mein Leben gegeben hätte, mir in den Rücken fiel. Wie sie sich meinen Tod wünschte, weil ich kein Mensch war, und wie ihre Liebe zum Fremdartigen zu Hass wurde. Und das, ohne einmal mit der Wimper zu zucken. Ohne, dass es ihr weh tat. Ich habe nur ein Herz, und das habe ich verschenkt. Sie ist damit fortgegangen, um es zu pfählen, und so soll es nun sein. Sie kann es behalten, denn in all den Jahren hatte ich genug Zeit, um auch ohne dieses törichte Ding auszukommen. Ich habe meinen Panzer aus Dunkelheit und Eis und kein Mensch wird ihn je wieder durchbrechen. Kein Wesen wird das. Ich werde weiter allein durch die Welt ziehen, dorthin, wo Macht und Missgunst lauern, wo ich meine Rache finden kann. Es ist keine kluge, überlegte Rache, denn die, dich ich liebte, ist längst tot. Doch auch mir wird hin und wieder ein ungesundes Maß an Menschlichkeit gestattet sein. Auch ich werde in all den dunklen Gefühlen schwelgen dürfen, die andere Tag für Tag in ihrem Herzen tragen. Ich lebe nicht davon, anderen Wesen das Leben schwer zu machen, ich komme auch gut ohne diese Freude aus. Doch sie versüßt mir die Zeit, die ich noch durch die Nacht wandere ungemein.“
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BeitragThema: Re: Seros Spiegelscherben   Sa Apr 23, 2011 3:58 pm



Vorname: Sally
Nachname: Whitaker
Geschlecht: weiblich
Rasse: Vampir
Alter: ca. 500 Jahre (äußerlich ungefähr Anfang zwanzig)
Größe: 1, 54m
Gewicht: 48kg

Aussehen: „Püppchen, mh? Man sollte mich aufgrund meiner geringen Größe keinesfalls unterschätzen. Ich mag sehr klein und ein ziemliches Fliegengewicht sein, aber ich bin trotzdem noch stärker als so manch ausgewachsener Mann. Und hübsch bin ich auch trotz alledem, denn solange die Proportionen stimmen…..Ich kann nunmal nicht verbergen, dass ich eine Frau bin, dafür habe ich an einigen Stellen zu viele Rundungen. Eigentlich könnte man mich für einen ganz normalen Menschen halten, wenn meine Haut nicht so ungewöhnlich blass wäre und meine Eckzähne nicht so lang. Über gewisse Klischees kann man nun einmal nicht hinwegtäuschen. Dazu gehören nun einmal die langen Zähne und ich kann euch sagen, die sind nicht immer nur hübsches Accessoire. Man muss höllisch aufpassen, um sich nicht den Mundinnenraum blutig zu kauen. Was wohl ebenfalls verräterisch ist, sind die leicht spitz zulaufenden Ohren, aber ich wage zu behaupten, dass die meisten eher „Elf“ als Vampir schreien würden, wenn sie das bemerken.
Wenn ich in den Spiegel schaue –denn ja, das kann ich- sehe ich das hübsche, schmale Gesicht einer jungen Frau, zumeist mit einem verschmitzten Grinsen auf dem Gesicht. Meine scharfen Zähne sind hinter meinen vollen Lippen meist gar nicht zu sehen, meine Nase finde ich ein wenig zu klein, aber da über meiner ganzen Gestalt eh die Perfektion eines untoten Daseins liegt, finden das andere außer mir vermutlich nicht besonders schlimm. Meine Augen sind sehr groß, beinahe ein wenig zu groß und sie ziehen sofort Blicke auf sich. Sie sind in etwa bernsteinfarben, allerdings ist die Farbe wirklich schwer zu definieren, selbst ich habe noch Probleme, und immerhin lebe ich seit Ewigkeiten mit diesen Augen. Im richtigen Licht können sie sowohl goldgelb als auch ein wenig rötlich sein. Wie gesagt, es ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall stehen sie in einem krassen Kontrast zu meinen Haaren. Sie sind eigentlich blond, aber da ich zu eitel bin, um diese Normalität auf mir sitzen zu lassen, färbe ich sie schon seit Ewigkeiten grün. Es ist auf jeden Fall ein Blickfang. Meine Haare sind sehr lang, doch da ich sie meistens zu einem Zopf gebunden trage, verdecken sie kaum all die vampirischen Attribute. Aber das müssen sie ja auch gar nicht, immerhin leben wir nicht in einer Welt, in der mit Mistgabeln und Fackeln auf andersartige Wesen losgegangen wird. Heutzutage macht man das nur noch metaphorisch.
Obwohl ich keine Muttermale, Sommersprossen oder sonst irgendeine Hautunreinheit habe, habe ich viele Narben aus zahlreichen Raufereien davongetragen. Auf einige bin ich stolz, auf andere weniger. Die meisten sind nur klein und bei denen weiß ich meist nicht einmal mehr, wer sie mir beigebracht habe, doch wo die große Reißnarbe an meinem linken Oberarm herkommt, das werde ich nie vergessen….“

Charakter: Zu viel Neugier kann gefährlich werden. Das ist eigentlich das Credo meines Lebens, das ich mir immer wieder zurufen sollte, wenn ich kurz davor stehe, etwas Dummes zu tun. Ich will viel lernen, will viel wissen, und selbst nach all den Jahrzehnten, die ich auf der Welt bin, habe ich nicht das Gefühl, schon ausgelernt zu haben. In vielen Lebensbereichen mag ich ein Minimalist sein, doch wenn erst einmal etwas meine Aufmerksamkeit geweckt hat, kann ich kaum widerstehen. Es ist wie der Drang nach Blut. Denn eines sollte man nicht vergessen: Bei all der freundlichen Offenheit, die ich zu zeigen versuche, bin und bleibe ich doch ein Vampir. Ich achte das Leben, doch dazu gehört auch, mein eigenes Leben zu achten. Und dafür brauche ich nunmal Blut. Doch da ich es nicht mit mir vereinbaren könnte, ständig Menschen für mein eigenes Überleben zu opfern, trinke ich immer nur wenig von vielen verschiedenen, sodass niemand sterben muss für mein Leben. Das ist ein Kompromiss, mit dem ich ganz gut leben kann. Vermutlich finden mich viele meiner Artgenossen zu sanft, zu verweichlicht, doch ich töte nur, wenn es wirklich sein muss. Und nur aus Gier zu töten ist für mich kein Muss.
Auch wenn ich eigentlich ein gutes Herz habe, weiß ich, auf welcher Seite ich stehe. Ich kämpfe für meine Ideale, manchmal vielleicht sogar zu verbissen und zu hoffnungslos. Idiotisches Ehrgefühl, ich bin zu stolz, das ist mir selbst bewusst. Ein gut gesetztes Wort kann mich in Rage bringen, und so schnell bin ich nicht wieder zu beruhigen. Ich kenne Flüche, die vermutlich kein besoffener Seemann je über die Lippen gebracht hätte und benehme mich alles in allem gerne sehr unweiblich. Burschikos würde ich sagen, wenn ich das Wort nicht für zu eingestaubt halten würde.
Ich bin längst nicht so perfekt, wie mein Äußeres es vielleicht grob vermuten lassen würde. Kurz nachdem ich zu einem Vampir wurde, hatte ich großen Hass auf mich selbst und das, was ich war. In all den Jahrhunderten habe ich allerdings gelernt, damit fertig zu werden. Trotzdem kommen mir öfter noch einige Selbstzweifel, was mich in schweren Situationen zum Straucheln bringen kann. Es ist halt niemand perfekt, auch kein Vampir.“

Waffen/Fähigkeiten: „Wir leben in modernen Zeiten, das weiß sogar ich, und deshalb habe ich es mir schon längst abgewöhnt, mit einem Florett herumzufuchteln und „En garde!“ zu schreien. Ich weiß, wie man mit einer Schusswaffe umgeht, und ich benutze sie auch, wenn es denn dann nötig erscheint. Meine überlegene Körperkraft und meine Schnelligkeit würden für die meisten Kämpfe vermutlich ausreichen, doch davon habe ich auch nichts, wenn mir plötzlich jemand mit einem Gewehr gegenüber tritt. Also versuche ich, mit der Zeit zu gehen, scharfe Augen machen einen wirklich passablen Schützen aus mir. Trotzdem, manchmal vermisse ich die guten alten Zeiten, in denen alles mit einer scharfen Schneide geregelt werden konnte.
Neben all diesen typischen Fähigkeiten beherrsche ich auch noch einen ebenso nützlichen wie entnervenden Trick. Das mit der Fledermaus? Alles Humbug. Ich kann mich in viele Fledermäuse verwandeln. Jetzt mal ehrlich, aus einer ausgewachsenen Frau eine einzige Fledermaus zu machen, würde die Gesetze der Masse nun wirklich in Frage stellen. Aber ein ganzer Haufen Fledermäuse, das ist nicht schwer. Es ist nützlich, wenn man all die kleinen Biester einmal unter Kontrolle hat. Man kann an vielen Orten auf einmal unauffällig Informationen sammeln oder einem ausweglosen Kampf entkommen. Der Haken an der Sache allerdings ist, das diese Fledermäuse zwar wissen, wie sie wieder zu mir werden sollen. Doch mit der Kleidung haben sie seit jeher erhebliche Schwierigkeiten. Ergo: Wenn ich nicht ständig Ersatzkleidung mit mir herumtrage, kann ich wirklich in peinliche Situationen geraten. Das versetzt all den Mythen der überlegenen Blutsauger einen ganz schönen Dämpfer, nicht wahr?
Vieles, was über Vampire gesagt wird, trifft auf mich nicht zu. Ich kann zum Beispiel in die Sonne gehen, ohne Schaden davonzutragen, ich kann mich im Spiegel sehen und kann fotografiert werden. Und Knoblauch esse ich sogar ausgesprochen gerne. Und vor Kreuzen und ein wenig Weihrauch davonrennen? Dass ich nicht lache! Fakt ist aber, dass mich ein Pfahl durchs Herz genauso umbringen kann wie eine Pistolenkugel und ich keinesfalls unsterblich bin. Bekomme ich für eine lange Weile kein Blut, bringt mich das ebenfalls um. Dafür komme ich länger ohne Lebensmittel aus und bin allgemein sehr zäh. So gleicht sich eben alles im Leben aus.“

Geschichte: „Geboren wurde ich irgendwann im tiefen Mittelalter –wohl der Grund, warum ich für heutige Verhältnisse recht klein bin. Ich war schon früh ein Waisenkind, jemand der einfach in der Masse untergehen würde, früher oder später. Niemand kümmerte sich wirklich um mich, trotzdem schaffte ich es irgendwie, lang genug am Leben zu bleiben, um von einem Adligen aufgegriffen zu werden, der mich wohl für recht hübsch hielt und eine Küchenmagd aus mir machen wollte. Ich war froh über jede Chance, denn so würde ich wenigstens nicht verhungern. Ich lebte lange Zeit auf dem Hof des Anwesens, auf dem sich immer wieder seltsame Zwischenfälle ereigneten. Ich schenkte ihnen allerdings kaum Beachtung, denn in letzter Zeit hatte der Herr des Hauses anscheinend ein Auge auf mich geworfen. Ich hoffte auf bessere Chancen, doch in einer stürmischen Herbstnacht musste ich dann schließlich die grausame Wahrheit erfahren, als er mich ohne große Umschweife in einen Vampir verwandelte.
Ich hasste ihn dafür.
Ich hatte wirklich gehofft, er würde mich lieben und nur das Beste für mich wollen. Dabei wollte er nur seine Art am Leben erhalten. In den ersten Monaten wäre ich beinahe wahnsinnig geworden. Der Durst, dem ich nicht nachgeben wollte, zehrte an meiner Willenskraft und meinen Kräften, und meinen Herren wollte ich nicht als Lehrmeister akzeptieren. In meiner neu gewonnen Kraft wagte ich sogar einen Kampf gegen ihn, der mir die bereits erwähnte Narbe einbrachte. Schließlich gelang es ihm aber doch, zu mir vorzudringen und mir all das beizubringen, was ich wissen musste. Ich lebte einige Jahrzehnte bei ihm, bis es mich schließlich fortzog. Ich vermisste mein menschliches Dasein und sah mein jetziges Leben eher als einen Fluch an. Es dauerte viele Jahre, bis ich das alles schließlich anerkennen konnte. Ich liebte nur selten, denn ich wusste, dass jeder Mann, an den ich mein Herz verschenkte, mich vor mir verlassen würde und meine Artgenossen mied ich die meiste Zeit über. Dennoch gelang es mir aus eigenem Antrieb, zu einem starken Wesen heranzureifen, das sich seinen eigenen Weg durch all die Epochen erkämpfte, immer darauf bedacht, sich im Blutrausch nicht selbst zu verlieren.“
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